Landkreis Dahme-Spreewald erwartet mehr Flüchtlinge

Region (pm). Der Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) muss in diesem Jahr mit deutlich mehr Asylbewerbern rechnen als ursprünglich erwartet, erklärte die Kreisverwaltung heute in einer Pressemitteilung. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe das Aufnahmesoll für den LDS für das Jahr 2015 von ursprünglich 570 auf mindestens 964 Asylbewerber korrigiert. Damit steige die Gesamtzahl der Asylsuchenden, für deren Unterbringung der Landkreis zusätzlich verantwortlich ist um 69 Prozent an.
400 Neuankömmlinge hatte der Landkreis im Jahr 2014 aufgenommen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind bereits 260 Asylbewerber in den Landkreis gekommen. Entsprechend der aktualisierten Zuteilungen sei davon auszugehen, dass der Landkreis pro Monat 95 Asylsuchende unterbringen müsse, heißt es in der Pressemitteilung.

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Eltern in Eichwalde unterstützen Kita-Streik

Eichwalde. Am Dienstag Vormittag demonstrierten schätzungsweise 40 Mütter, ein Vater und Großeltern vor dem Rathaus für die Aufwertung des Erzieherberufes und eine bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher im Ort. Denn seit Montag streikt das pädagogische Personal der kommunalen Kita, der Krippe und des Hortes in Eichwalde. Laut Satzung müssen die Eltern auch bei Ausfall der Kinderbetreuung Kita-Beiträge in voller Höhe zahlen. Die Eichwalder Nachrichten waren vor Ort und berichten exklusiv.

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8. Mai: ein Tag des Gedenkens – auch in Eichwalde

Der 8. Mai 2015 ist auch in Eichwalde ein besonderer Tag. Denn vor 70 Jahren unterzeichnete die Wehrmacht die Urkunde zur bedingungslosen Kapitulation in Karlshorst – keine 15 Kilometer von hier. Die Evangelische und die Katholische Kirche hatten gemeinsam mit der Gemeinde Eichwalde zum Gedenkmarsch eingeladen. Im Mittelpunkt standen sechs verschiedene Orte des Gedenkens und der Erinnerung. Hans Wegener und Anton Goldner waren dabei und berichten für die Eichwalder Nachrichten in einer Reportage.

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Alyssas Mörder wurde zu 13 1/2 Jahren Haft verurteilt

Eichwalde/Cottbus. Rund siebeneinhalb Monate dauerte der Prozess um die in Eichwalde ermordete Schülerin Alyssa. Am Donnerstag fällte die dritte Strafkammer am Landgericht Cottbus unter großem Medieninteresse das Urteil in dem aufwändigen Mordprozess. Ein umfangreiches Verfahren zur Beweisaufnahme war notwendig, da der Angeklagte Maurice M., ein heute 21-Jähriger aus Lohmar bei Köln, zu den Vorwürfen schwieg. Die Kammer verurteilte ihn zu 13,5 Jahren Haft nach Jugendstrafrecht. Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang April auf 15 Jahre plädiert, die Verteidigung hielt am Montag hingegen 9 Jahre für angemessen und argumentierte auf Totschlag. Die Richter sahen es aber als erwiesen, dass der junge Mann Alyssa ermordet hatte. Bei der Tat hatte er einen Schulfreund von Alyssa verletzt, der ihr helfen wollte. Mit dem Urteil findet die grausige Bluttat ihr vorläufiges juristisches Ende. Für die Eltern ist der Verlust ihrer Tochter damit noch lange nicht abgeschlossen.

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Alyssa-Prozess: Verteidiger hält neunjährige Haftstrafe für angemessen

Eichwalde/Cottbus. „Ich bitte, die Fakten zu berücksichtigen, die aus Sicht der Verteidigung ein anderes Strafmaß ergeben könnten“, appellierte der Pflichtverteidiger zu Beginn seines Plädoyers im Prozess um die in Eichwalde ermordete Alyssa (14). Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer Anfang April 15 Jahre Haft nach Jugendstrafrecht gefordert. Die Verteidigung hielt hingegen am Montag neun Jahre Jugendhaft für angemessen und stellte in Frage, ob es sich bei der Tat tatsächlich um Mord handelt. Das Urteil wird am 30. April 2015 gesprochen.

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Grüne laden zur Regionalkonferenz über Flüchtlingspolitik ein

Eichwalde (pm). Das Thema Flüchtlinge und wie sie im Landkreis aufgenommen werden, bewegt viele Menschen. Der Kreisverband Bündnis 90 / Die Grünen lädt daher zu einer Regionalkonferenz am Sonnabend (18.4.2015) in die Alte Feuerwache Eichwalde ein. Die öffentliche Diskussionsrunde über Flüchtlingspolitik in der Bahnhofstraße 79 beginnt um 16 Uhr. Der Kreisverband wende sich mit der Veranstaltung an jene Bürgerinnen und Bürger, die daran mitwirken wollen, dass auch im Landkreis Dahme-Spreewald Flüchtlinge und Asylsuchende willkommen geheißen werden und ein friedliches Zusammenleben gelänge, heißt es in einer Pressemitteilung der Partei.

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